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Im digitalen Klassenzimmer

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Als Lebens­kun­de-Leh­rer erle­be ich täg­lich, wie sehr Kin­der dar­an wach­sen, wenn sie sich selbst­wirk­sam füh­len. Genau des­halb begeis­ter­te mich der Work­shop der Cal­lio­pe gGmbH, bei dem mei­ne drit­te Klas­se aus Prenz­lau­er Berg mutig ihre ers­ten Schrit­te in die Welt des Pro­gram­mie­rens machen durf­te.

Mit dem „Cal­lio­pe-mini-Com­pu­ter“ ent­de­cken die Kin­der nicht nur Tech­nik, son­dern vor allem sich selbst: Sie pla­nen gemein­sam Abläu­fe, tref­fen Ent­schei­dun­gen, pro­bie­ren aus, schei­tern, lachen — und fin­den neue Wege. Für mich ist das geleb­ter Huma­nis­mus. Digi­ta­le Bil­dung bedeu­tet nicht, Kin­der an Maschi­nen zu gewöh­nen, son­dern ihnen zu zei­gen, wie sie ihre Umwelt krea­tiv, soli­da­risch und ver­ant­wor­tungs­voll mit­ge­stal­ten kön­nen.

Doch mir ist auch bewusst, wel­che Her­aus­for­de­run­gen es mit sich bringt, die digi­ta­le Kom­pe­tenz der Schü­le­rin­nen und Schü­ler auch schon an Grund­schu­len zu för­dern. Digi­ta­le Kennt­nis­se und Fähig­kei­ten sind heu­te Teil einer umfas­sen­den All­ge­mein­bil­dung – und wer­den dort zum Schatz, wo sie Kin­der zu reflek­tier­tem Den­ken, Empa­thie und Mut zur eige­nen Idee anre­gen.

Tho­mas Zen­ker, Lebens­kun­de­lehr­kraft
Foto: Mar­cel Schwi­cke­rath

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